Gute Gründe für die Lehrlingsausbildung

Ausbilden ist (k)eine Kunst. Es ist anspruchsvoll, spannend, nervig, belebend und vieles mehr. Wer die Herausforderung annimmt, wird vielerlei Hinsicht belohnt:

Die Ausbildung von Lernenden erhöht das Image und die Bekanntheit Ihres Unternehmens. Lernende bringen Impulse und Informationen aus der Berufsfachschule und den Einführungskursen mit.

Für ein gutes Klima und eine ausgeglichene Altersstruktur im Betrieb sind junge Leute wichtig. Das eigene Fachwissen an die junge Generation weitergeben zu können, erhöht die Berufszufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter. In gewissen Berufen ist zwar der Aufwand der Lehrbetriebe während der Lehrzeit grösser als der finanzielle Ertrag.

Schlussendlich rentiert die Lehrlingsausbildung aber auch in diesen Berufen: Dank Lernenden, die nach der Lehre im Betrieb weiterbeschäftigt werden – oder nach einer Zeitspanne wiederangestellt werden – fallen deutlich weniger Kosten für die Rekrutierung und Einarbeitung neuer Berufsleute an als in nicht ausbildenden Betrieben.

 

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Berufslernender

Alternativen zur Lehrlingsausbildung

Neben den regulären Berufsausbildungen EBA (2 Jahre) und EFZ (3 oder 4 Jahre) gibt es eine Reihe weiterer Möglichkeiten, Jugendliche auszubilden:

  • Ausbilden im Rahmen eines Lehrbetriebsverbundes. Diese Ausbildungsform eignet sich für Unternehmen, welche nur einen Teil des Spektrums eines Lehrberufs abdecken oder die den Ausbildungsaufwand durch Zusammenarbeit mit anderen optimieren wollen oder bisher keine Ausbildungserfahrung haben.

  • Praktikum für Schulabgänger im Rahmen eines Berufsintegrationsprogrammes, eines Berufsvorbereitungsjahres oder einer Handelsmittelschule.

  • Einjährige Vorlehre oder Integrationsvorlehre

  • Berufsabschluss für Erwachsene

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Regelmässige Gespräche

Regelmässige Gespräche

Nehmen Sie sich Zeit für regelmässige Gespräche mit Ihrem Lernenden. Es lohnt sich, zum Beispiel einmal pro Monat das Anstehende in Ruhe anzusprechen und damit Unstimmigkeiten frühzeitig klären zu können. Regelmässiges Feedback, Lob und Standortbestimmungen sind unerlässliche Führungsinstrumente. Machen Sie bereits zu Lehrbeginn «Spielregeln» ab, wie Sie mit Krisensituationen umgehen.

Zusammenarbeit lohnt sich

Zusammenarbeit lohnt sich

Suchen Sie nach Gelegenheiten, Erfahrungen, Tipps und Tricks mit anderen Lehrmeistern auszutauschen. Beispiel: Eine Gruppe von kleineren Betrieben bestimmt gemeinsam eine Person aus ihren Reihen, die sich für Ausbildungsfragen besonders interessiert und die die anderen Berufsbildnerinnen unterstützen und entlasten kann in Ihrer Ausbildungstätigkeit.

Berufsfachschule

Berufsfachschule

Interessieren Sie sich für den Berufsfachschulunterricht. Verlangen Sie beispielsweise von ihrem Lernenden regelmässig einen kurzen schriftlichen oder mündlichen Bericht darüber, was er in den vergangenen 2 Wochen in der Schule behandelt und gelernt hat.

Besuchen Sie Ihren Lernenden in der Berufsfachschule und pflegen Sie regelmässige Kontakte zu seinen Berufsfachschullehrkräften. Der Besuch von Stütz- und Förderkursen sollte bei Bedarf rechtzeitig organisiert werden. Bei Legasthenie und Dyskalkulie gibt es spezielle Angebote und Prüfungserleichterungen. Auf dem Portal berufsbildung.ch des SDBB und des SBFI ist ein entsprechendes Merkblatt zu finden.

ür die Grundbildung EBA gibt es das Angebot der fachkundigen individuellen Begleitung FiB der Berufsfachschule. Es ist ein Förderangebot, bei dem eine kompetente Person den Entwicklungsprozess einer lernenden Person unterstützt, die Schwierigkeiten beim Lernen hat.

Berufsmaturität

Berufsmaturität

Bieten Sie leistungswilligen und -fähigen Jugendlichen den Besuch der BMS an. Die Vorbereitung auf diese anspruchsvolle Aufnahmeprüfung führt im 9. Schuljahr oft zu einem zusätzlichen Motivationskick und der Besuch der BMS während der Lehre ebenso.